.

...die GFG im Internet

Presse Artikel

 

 

.

Flower Power in New York

09.01.2012 Geisenfeld (GZ) Ein fesselndes Programm haben die Showgarde der Geisenfelder Faschingsgesellschaft und die TV-Kindergarde beim ersten Auftritt der Saison hingelegt. Bürgermeister Christian Staudter (USB) übergab symbolisch die Rathausschlüssel an die beiden Prinzenpaare.

 

Die Spannung stand den Gardemädchen ins Gesicht geschrieben. Dennoch klappte die Premiere ausgezeichnet. Das Training mit Marion Maul und Marina Winkler hatte sich gelohnt, der Applaus des Publikums war tosend. Als Hofmarschälle fungierten Kevin Niedermeier und Lena Schneider, denen beide der Fasching im Blut liegt. Entsprechend würdevoll kündigten sie den Auftritt des Kinderprinzenpaares Isabell I. und Dominic I. an. Unter den wachsamen Augen von Standartenträger Tim Achatz legten sie einen bravourösen Prinzenwalzer aufs Parkett – so mancher Erwachsene konnte da nur neidvoll staunen.

„New York“ ist in diesem Jahr das Thema der elf Teenies, die mit ihren schmissigen Tänzen zu einem Medley das Lebensgefühl dieser Metropole auf die Bühne zauberten. Seit August haben die 13- bis 15-Jährigen Mädchen mit Silke Eberhardt geprobt. Im zweiten Teil eroberten die „Bambinis“ im Alter zwischen fünf und sieben Jahren als Piraten die Bühne. Unter dem Motto „Fluch der Karibik“ fetzten sie zur bekannten Filmmelodie und verbreiteten tänzerisch Angst und Schrecken. Dass nicht alles aus dem Ruder läuft, garantierte die Choreografie von Steffi Bauer. „Auf unsere Gruppen bin ich stolz“, betonte dann auch Evelyn Zieglmeier, Vorsitzende der TV-Kindergarde – und ergänzte begeistert, dass die Kinder „ihre Sache super machen“.

Heuer haben nicht nur die Tänzerinnen der Kindergarde, sondern auch die Akteure der GFG-Showgarde neue Kostüme. Darin glänzen zehn Gardemädchen und drei Gardisten. Sie legten zu einem Medley aus Adya-Classic-Hits eine heiße Show aufs Parkett. Mit dem Prinzenpaar Marina I. und Stephan I. bekamen die Zuschauer einen mit Perfektion getanzten Walzer als wahren „Leckerbissen“ zu sehen. Selbst als der Strom und damit die Musik ausfielen, tanzte das Paar souverän weiter – und zeigte damit schon fast professionelle Züge.

Hofmarschall Ernst Schweiger, der das turbulente Treiben heuer in dieser Funktion erstmals begleitet, ließ den Auftritt dennoch wiederholen – und zwar mit Musik. Bürgermeister Staudter fiel es angesichts solch toller Darbietungen nicht schwer, sein Amt vorübergehend an die Narrenzunft abzutreten. Er übergab mit überschwänglichem Lob den Schlüssel der Stadt.

Für große Gaudi sorgte der Hofstaat, der sich als Backstreet Boys und Spice Girls outete – in verwechselten Geschlechterrollen versteht sich. Noch einmal in Erstaunen versetzten die Tänzer ihr Publikum im Showteil. Unter dem Motto „Flower Power“ gab es zu aufgepeppten Liedern aus den 1970er Jahren spitzenmäßige Hebefiguren wie eine gestreckte Grätsche oder das hohe Handstehen zu sehen. Für die Choreographie zeichnet neben der Pfaffenhofener Tanzschule Swing & Fun auch Ramona Kuchler von der Geisenfelder Faschingsgesellschaft verantwortlich.

Schließlich legte das Prinzenpaar neben einem temporeichen Cha-Cha-Cha auch noch einen rassigen Samba obendrauf. „Jetzt freuen wir uns auf weitere 40 tolle Auftritte“, sagte Schweiger abschließend. Er brennt darauf, mit Garde und Elferrat endlich wieder Bühnenluft zu schnuppern. Freie Termine der Geisenfelder Garde können Interessierte unter der E-Mail-Adresse info@gfg-geisenfeld.de erfahren. Die Kindergarde ist derweil unter kindergarde-geisenfeld@t-online.de buchbar.


Von Alfred Raths

 

 

 

 

.

Marina I. und Stefan V. regieren

Geisenfeld (kog) Sie musste sich bei einer „Reise nach Jerusalem“ durchsetzen, er bei einem „Herzblatt“ – doch dann stand es endlich fest: Prinzessin Marina (Huber) und Prinz Stefan (Krammel) regieren im bevorstehenden Geisenfelder Fasching.

 

Erstmals ging die Inthronisationsfeier der GFG heuer im Fuchs-Saal über die Bühne, und am Ende waren sich die Funktionäre des Faschingsvereins einig: Es wurde die schönste Inthronisation seit Bestehen der GFG: Über 160 Besucher wollten die neue Faschingstruppe in Augenschein nehmen, unter ihnen auch etwa 30 Schäffler sowie die Bürgermeister von Geisenfeld und Aiglsbach, Christian Staudter und Josef Hillerbrand, die den neuen Hoheiten mit Glückwünschen und Geschenken „huldigten“.

Die Begrüßung der Besucher übernahm zunächst noch der scheidende Hofmarschall Sebastian Weber, der sein Amt weger seiner abermaligen Berufung zu Schäffler abgeben muss. Doch wer wird sein Nachfolger? Dies stellte sich erst beim (ebenfalls getürkten) Maßkrugstemmen heraus, das Ernst Schweiger gegen den später zum Prinzen gekürten Stefan Krammel gewann. Ernst Schweiger, der nun GFG-Vizepräsident und Hofmarschall in Personalunion ist, übernahm dann gleich die gesamte Moderation. Nach einer fetzigen Tanzeinlage der Gruppe „Watch us move“ war es seine erste Aufgabe, die fünf Hofdamen und die 13 Elferräte vorzustellen. Diesem Hofstaat gehören im Fasching 2012 an: Heidi Ruhland, Christina Galler, Marina Mayer, Kathrin Karl und Kathrin Kothmeier sowie Thomas Gröber, Josef Geier, Robert Senger, Hans Martin Schneider, Stefan Harrer, Sebastian und Ludwig Ettenhuber, Armin Hamann, Markus Echter, Seppe Janusch, Manuel Maul, Bastian Mittermeier und Martin Ganser. Viel Interesse fand dann in der Folge natürlich auch die Vorstellung der Garde, wobei acht der elf Mädchen sowie einer der drei Gardisten neu bei der Truppe sind. Ein Großteil der bisherigen Garde hat aus beruflichen und familiären Gründen aufgehört. Neues Personal zu finden sei dabei „überhaupt kein Problem“, erzählt Ernst Schweiger: „Zwei Facebook-Aufrufe haben gereicht.“ Gebildet wird die neue GFG-Garde somit von Ramona Kuchler (Gardesprecherin), Kathrin Kuchler, Korinna Weiß, Bettina Seemeier, Eva-Maria Fischer, Tanja Weber, Simone Schmidt, Christine Mittermeier, Kim Deggebrodt, Andrea Hufnagl, Christina Schalk Thomas Schmid, Michael Pohn und Hans Martin Schneider. Bis auf den Letztgenannten kommen im Übrigen alle Gardemitglieder aus Geisenfeld oder einem seiner Ortsteile. Die Choreographie für den Gardemarsch übt die Truppe zum vierten Mal bei der Tanzschule Swing & Fun in Pfaffenhofen ein, federführend beim Showteil ist erstmals Susi Petschik von „Watch us move“. Jedes Gardemädchen bekam von GFG-Präsident Rudi Michael eine Blume überreicht. Als Höhe- und Schlusspunkt wurde dann in Form der eingangs genannten Spieleinlagen das Geheimnis um das neue Prinzenpaar gelüftet, ehe dann noch bis in die frühen Morgenstunden bei DJ-Musik und Barbetrieb gefeiert wurde. Da blieb nur ein Fazit: Der Fasching 2012 kann kommen.

 

Von Gerhard Kohlhuber

 

.

Narren starten durch

trotz dem skeptischem Blick des Prinzen (links) schaut die Prinzessin (rechts) dem ganzen recht possitiv entgegen

Geisenfeld (kog) Wer sind die neuen Geisenfelder Prinzenpaare? Dieses Geheimnis wird morgen Abend gelüftet, wenn die GFG und die TV-Kindergarde ihre Inthronisationsfeiern abhalten.

Erstmals im Fuchs-Saal an der Regensburger Straße stellt morgen ab 19.30 Uhr die GFG ihre neue Truppe vor, wobei zu der Feier – mit Bewirtung durch die Nöttinger Theaterfreunde und DJ-Unterhaltung – die gesamte Bevölkerung eingeladen ist.

 

Höhepunkt ist die Präsentation des neuen Prinzenpaares. Verraten wird im Vorfeld nur, dass die Prinzessin 24 und der Prinz 31 Jahre alt und dass beide nicht miteinander „verbandelt“ sind. Auch der neue Hofmarschall der GFG wird sich vorstellen.

Dieser Posten wurde heuer auch bei der TV-Kindergarde neu besetzt, die ihre Inthronisationsfeier morgen ab 18.30 Uhr im Gasthaus Riedmeier in Ernsgaden veranstaltet. Die 46-köpfige Truppe wird dabei bereits große Teile ihres neuen Programmes zeigen. Und die neuen Hoheiten? Die sind beide elf Jahre alt, besuchen dieselbe Schulklasse und kennen sich bereits seit dem Baby-Alter. Da sollte es doch auch mit dem gemeinsamen Prinzenwalzer klappen, oder?

Von Gerhard Kohlhuber

 

 

 

 

.

Gaudiwurm mit 35 Gruppen

Auch Gardemädels wollen sich mal verkleiden: Beim ersten Prinzenpaar-Ball der GFG in Oberpindhart präsentierte sich die gesamte Truppe als Fußballmannschaft. - Foto: Ernst Schweiger

Geisenfeld (kog) Rund 35 teilnehmende Gruppen, davon 25 mit einem Faschingswagen – die Geisenfelder können sich am Rosenmontag wieder auf einen respektablen Gaudiwurm freuen. Abends bei der GFG-Disco heißt es dann heuer erstmals: Zutritt erst ab 18 Jahre.

 

22 Wagenbauer nahmen bei der zweiten vorbereitenden Sitzung zum Faschingszug jeweils fünf Kilogramm Süßigkeiten in Empfang, so dass es für die kleinen Besucher entlang der Strecke heuer 110 Kilogramm Guatl regnen wird.


Apropos Strecke: Diese ist identisch mit der in den vergangenen Jahren, wobei um 13 Uhr die Aufstellung am Sportgelände erfolgt – erstmals heuer ohne feste Reihenfolge. Abmarsch wird dann um 14 Uhr sein, so dass es wohl bis etwa 14.30 Uhr dauern wird, bis der Gaudiwurm an der Stadtplatzkreuzung eintrifft. Hier werden die Wagenmottos wieder von Hans König und Ralf Maul ein wenig erläutert.

GFG-Präsident Rudi Michael appellierte nochmals an die Wagenbauer, sich mit der Lautstärke der Musik, die man auf den Wagen selbst gar nicht so laut empfinde, etwas zurückzuhalten. Gleiches gelte für das Schießen von Konfetti und Papierschnitzeln. Zwölf teilnehmende Gruppen werden zur Refinanzierung ihres Wagens wieder an die Besucher Aufkleber zum Stückpreis von einem Euro verkaufen.

Der von der Stadtkapelle und dem GFG-Prinzenpaar angeführte Umzug wird schließlich am Schrannenplatz ausklingen, wo auf einer Narrenbühne die GFG, die Kindergarde, die Narrhalla Ilmmünster und der OCV Steinkirchen dem Publikum einheizen werden. Auch für das leibliche Wohl ist hier mit einigen Ständen gesorgt. Doch der Gaudiwurm ist bekanntlich nicht der einzige Faschingshöhepunkt am Rosenmontag in Geisenfeld.

Abends steigt in der Siegelhalle wieder die Faschingsdisco mit DJ Sepp, wobei es heuer bei der Party eine gravierende Neuerung gibt: Zutritt haben erstmals nur Personen ab 18 Jahre. Hintergrund ist eine Auflage des Landratsamtes, entweder für Besucher unter 18 eine abgetrennte Zone einzurichten oder eben Jugendlichen keinen Zutritt zu gewähren. "Wir haben lange hin- und her überlegt, und mussten dann zu der Erkenntnis gelangen, dass das mit den zwei Zonen für uns kaum praktikabel ist", so der stellvertretende GFG-Präsident Ernst Schweiger. "Das Problem fängt bei den Showakts auf nur einer Tanzfläche an und hört bei der doppelten Zahl an erforderlichen Sicherheitskräften auf." Außerdem lasse sich eine komplette Abschottung der zwei Bereiche nie gewährleisten. "Wir sind aber überzeugt, dass die Neuregelung der Stimmung und auch dem guten Besuch keinen Abbruch tut", erklärt Schweiger.

Über beides konnte sich die GFG im übrigen bei ihrem ersten Prinzenpaar-Ball beim Huber-Wirt in Oberpindhart freuen. Mit über 200 Gästen war der Ball schon Wochen vorher ausverkauft gewesen, und zu den Klänge der Band "Jets" war die Tanzfläche stets voll gefüllt. "Klar, dass es da eine Neuauflage geben wird", verspricht GFG-Präsident Rudi Michael.

Von Gerhard Kohlhuber 

 

.

Auftritte in Ernsgaden als Highlight

Mit 300 Zuschauern voll besetzt war auch heuer die Ernsgadener Schulturnhalle, als hier am Sonntag die beiden Geisenfelder Faschingsgarden ihr aktuelles Programm präsentierten. - Foto: Ernst Schweiger

Geisenfeld/Ernsgaden (GZ) Die Auftritte in Ernsgaden zählen für die Geisenfelder Faschingsgarden alle Jahre zu den Höhepunkten, können doch die Akteure ihr Programm hier stets vor einer großen Menschenmenge präsentieren.

 

Auch heuer war die Turnhalle mit über 300 Zuschauern voll besetzt, als die Kindergarde und die GFG zu Gast waren. Für das leibliche Wohl sorgten die Ernsgadener AH-Fußballer. Der guten Laune tat es auch keinen Abbruch, dass mitten unter dem GFG-Showteil der CD-Player schlapp machte und die Garde schließlich nochmals von vorne anfangen musste.

Zu den Honoratioren, die von der GFG mit einem Faschingsorden geehrt wurde, gehörte auch Bürgermeister Karl Huber. Bei diesem bedankte sich die Truppe dafür, dass sie bei ihren Vorbereitungen auf die Saison immer wieder in der Ernsgadener Turnhalle trainieren darf.

Von Geisenfelder Zeitung 

 

 

.

GFG: Erste Auftritte gut besucht

Eine Art Heimspiel hatte Prinz Robert II. beim ersten diesjährigen Ortsteilauftritt der GFG in Geisenfeldwinden, schließlich ist er hier bei einem örtlichen Bauunternehmen beschäftigt. - Foto: Ernst Schweiger

Geisenfeld (GZ) Über regen Zuschauerzuspruch konnte sich die GFG bei ihren ersten Ortsteilauftritten freuen.

 

Bei strahlendem Sonnenschein tanzte die Garde zunächst vor hundert Zuschauern in Geisenfeldwinden, wo einer der Orden an Stadtrat Martin Lachermeier ging, dessen Bauunternehmen sich ja zu einer wahren "Prinzenschmiede" entwickelt hat. In Nötting fand der Auftritt erstmals in der Steinberger-Halle statt, was sich als Glücksgriff erwies: 120 Zuschauer, so viele wie noch nie, wollten hier die Garde sehen. Als Dankeschön gab es auch für den Hausherrn Karl Steinberger einen Orden. 80 Zuschauer – ebenfalls mehr als zuletzt – wurden in Engelbrechtsmünster gezählt, wo Gastwirt Georg Schrott, der zu Kaffee und Kuchen einlud, mit einem Orden belohnt wurde.

Von Geisenfelder Zeitung

 

.

07.01. 2011 Mit fulminanter Show in die närrische Zeit

Geisenfeld (zur) Mit einem dreifach kräftigen "Geisenfeld Helau" und bei bester Stimmung übernahmen am Sonntag die Narren das Regiment in der Stadt. Die "Doppelspitze" aus den Prinzenpaaren der GFG und der Kindergarde stimmte mit einem fulminanten Programm auf die Faschingssaison ein.

 

"Ab jetzt geht’s rund im Gemeindehaus" versprachen Sabrina I. und Simon I. als Nachwuchsherrscher bei der offiziellen Schlüsselübergabe in der voll besetzten Volksschulaula. Und sie forderten sogleich einen karnevalistischen Tribut: täglich Eis und Pizza. Obwohl der Fasching heuer "narrisch lang" ist, sei ihnen "ned bang", dass man sich bestens amüsieren werde, gaben sich indes die Ko-Regenten Robert II. und seine Kathrin II. von der Faschingsgesellschaft überzeugt.

Dass das Quartett seinen hoheitlichen Aufgaben bestens gewachsen ist, bewies es nicht nur beim Prinzenwalzer. Souverän und sicher geleitete Simon I. seine Partnerin im Dreivierteltakt, aber auch bei fetzigen Showrhythmen elegant übers Parkett. Im wahrsten Sinne des Wortes "auf Händen" getragen wurde Kathrin II. von ihrem Prinz beim klassischen Walzer, richtiges "Feuer" zeigten beide bei Mambo und Tangoeinlagen. Bürgermeister Christian Staudter fiel es dann auch nicht schwer, sein Amt vorübergehend abzutreten. "Macht’s an Superjob, bringt’s Leben in die Bude" forderte er bei der Zepterübergabe und versprach zumindest einmalig die Erfüllung der gestellten kulinarischen Forderungen.

Im Übrigen hatte der Rathauschef nur überschwängliches Lob für die im doppelten Wortsinn "tolle" Truppe mit ihren "wunderschönen Kostümen" und den "kunstvollen Frisuren" übrig. Mit einem kleinen Geschenk für jeden Karnevalisten bedankte sich Staudter für deren Engagement und wünschte eine "gute Saison".

Was die narrischen Zuschauer bei den zahlreichen geplanten Auftritten in den Ortsteilen, beim Stadtball und dem geplanten Gardetreffen erwartet, das zeigten die neuen Machthaber bei einem mitreißenden Programm. Als mongolische Horde eroberten die Bambinis der Kindergarde die Herzen des Publikums mit einem Dschingis-Khan-Medley im Sturm. Der "Kleine Gardeoffizier" gab für den Marsch der Kindergarde den Takt vor. Rad schlagend und mit perfektem Spagat machten die Funkenmariechen ihren Kölner Vorbildern alle Ehre. Und die Teenies steckten bei einer turbulenten After-School-Party den Saal mit dem berüchtigten Disco-Fieber an, gegen das kein Kraut gewachsen ist.

Nicht weniger temperamentvoll schwang die GFG-Garde, die sich schon für den Einmarsch eine rockige Version von Beethovens "Fünfter" ausgesucht hatte, das Tanzbein in ihrer abwechslungsreichen Choreografie. Im Charleston-Look begeisterte sie nach der Pause mit ihrer an Pyramiden und akrobatischen Einlagen variantenreichen Show. "Hut ab", befand ein Zuschauer, "die werden jedes Jahr besser".

Viel Grund zum Danken hatten denn auch die Moderatoren des Nachmittags, Hofmarschall Sebastian Weber und sein Kollege Christian Stiftl. Trainer und Trainerinnen, Friseure, Kostümschneider und Vereinskollegen wurden ebenso mit Orden bedacht wie Bürgermeister Christian Staudter und seine Stellvertreterin Gabriele Bachhuber. Ein ausgesprochenes "Vergelt’s Gott" hatte man auch für die vielen Helfer aus Schule, Verwaltung und Bauhof. Acht Wochen lang wollen sie alle gemeinsam für eine "narrisch guade Zeit" sorgen.

Von Magdalena Zurek

 

 

.

04.08.2010 GFG: Ernst Schweiger neuer "Vize"

Die neu gewählte Führungsriege der Geisenfelder Faschingsgesellschaft: (v.l.) 2. Kassiererin Verena Berger, Präsident Rudi Michael, 2. Schriftführerin Conny Neumeir, 2. Präsident Ernst Schweiger, Schriftführerin Ramona Kuchler und Kassierin Nicole Hagl.

Geisenfeld (esk) Rudi Michael bleibt Vorsitzender der Geisenfelder Faschingsgesellschaft (GFG). Zum neuen "Vize" wählten die 28 anwesenden der insgesamt 94 Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Amann in Eichelberg Ernst Schweiger. Für die kommende Saison steht bis dato weder die Gardemannschaft fest, noch hat man ein Prinzenpaar.

 

Doch dies beunruhigt den im Amt bestätigten und mit einer kleinen Pause seit zehn Jahren amtierenden GFG-Präsident Rudi Michael (noch) nicht. Schließlich, so Michael in seiner Bilanz, sei auch die zurückliegende Saison sehr erfolgreich gewesen,, obwohl sich das Prinzenpaar erst sehr kurzfristig gefunden habe. Auch unter dem finanziellen Aspekt sei die Saison recht zufriedenstellend verlaufen.

Die vorhandenen Rücklagen wird man jedoch gut gebrauchen können, denn schließlich wollen auch die neuen Gardemädels eingekleidet werden, und Beisitzerin Sonja Michael ließ mit geheimnisvoller Miene durchblicken dass die GFG für den kommenden, langen Fasching, der bis in den März hinein dauert, einiges vorhat.

Um das Finanzielle ging es in der Versammlung auch in zwei Beschlüssen, über die es keinerlei Debatten gab: Im Zuge einer Beitragsanpassung sollen Einzelmitglieder statt wie bisher 23 Euro jährlich in Zukunft 25 Euro bezahlen, und nicht mehr von einer Beitragspflicht ausgenommen werden ab sofort auch Prinzenpaar und sämtliche Aktive.

Ähnlich einträchtig gestaltete sich dann auch die Neuwahl. Ernst Schweiger löst als Vize-Präsident Lorenz Schiller ab, der nach Landshut gezogen ist. Kassierin für die nächsten zwei Jahre bleibt Nicole Hagl, ihre Stellvertreterin Verena Berger. Ramona Kuchler wurde zur neuen Schriftführerin gewählt und löst in diesem Amt Renate Höckmeier ab. Stellvertretende Schriftführerin wurde Conny Neumeir anstelle von Alexandra Thielen. In den Vereinsausschuss wurden folgende GFG-Mitglieder gewählt: Renate Höckmeier, Sonja Michael, Maria Wild, Sven-Ole Below, Sebastian Weber und Walfried Gerl.

Von Ellen Kellerer

.

26.07.2010 Ein Spezl mit Lkw-Führerschein war "die Rettung"

Der Traum, sich in so einer riesigen Hummer- Stretchlimousine zur kirchlichen Trauung und zur Hochzeitsfeier chauffieren zu lassen, wäre für Eva und Christian Bachmeier am Samstag beinahe geplatzt.

Geisenfeld (GZ) Der "Metzger-Wast", ihr gemeinsamer Spezl, war die Rettung. Der Wast hat nämlich einen Lkw-Führerschein und sorgte so dafür, dass sich am Samstag Eva und Christian Bachmeier doch noch in ihrem Wunschfahrzeug, einer riesigen Hummer-Stretchlimousine, zur kirchlichen Trauung chauffieren lassen konnten. Was zunächst gar nicht sicher war, hatte doch die Geisenfelder Polizei den eigentlichen Fahrer der Limousine vier Stunden vorher aus dem Verkehr gezogen.

 

Wie berichtet, hatten die Beamten den Mann, einen 22-Jährigen aus Frontenhausen, am Samstag gegen 9 Uhr in der Regensburger Straße gestoppt. Die Polizisten wollten es nicht dulden, dass an der neun Meter langen Stretch-Limo keine Kennzeichen, sondern nur "Just-Married"-Schilder angebracht waren.

 
In so einer Karosse mal zur Trauung zu fahren, "das war für meinen Christian und für mich schon immer ein großer Traum", erzählt die 27-jährige Eva. Für ihren Hochzeitstag hatten die beiden den vierrädrigen Koloss deshalb schon vor Monaten bei einer Spezialfirma in Niederbayern angemietet – samt Fahrer. Der, so war vereinbart, sollte zunächst den Bräutigam an dessen Elternhaus in der Sudetenlandstraße und dann die Braut an deren Elternhaus im Wettermühlweg abholen.

Der Mitarbeiter des Spezialverleihers traf dann auch pünktlich in Geisenfeld ein – und zwar, wie üblich, mit den "normalen" Kennzeichen am Fahrzeug. Auf dem Gelände der Tankstelle Finkenzeller tauschte er diese gegen die speziellen Hochzeits-Schilder aus und wollte gerade weiterfahren, als die Ordnungshüter auftauchten. Und diese stellten dann zu allem Übel auch noch fest, dass der 22-jährige Fahrer für die riesige, 5,8 Tonnen schwere Limousine keinen ausreichenden Führerschein hat. Konsequenz: Das Hochzeitauto musste zunächst in der Regensburger Straße stehen bleiben.

"Der Fahrer rief gleich ganz aufgeregt bei uns an", erzählte die Braut, die sich gestern Nachmittag bei der GZ meldete, um vom Fortgang ihrer "Hochzeit mit Hindernissen" zu berichten. "Wir haben überlegt, wer von unseren Freunden einen Lkw-Führerschein hat, und da ist uns der Wast eingefallen". Dieser ließ dann in der Arbeit sofort alles liegen und stehen, warf sich in Schale und stand binnen einer halben Stunde als Ersatzchauffeur zur Verfügung.

Pünktlich zur Trauung um 13 Uhr brachte der Wast das Brautpaar zur Geisenfelder Stadtpfarrkirche, wo sich Eva und Christian (die schon seit sage und schreibe zwölf Jahren miteinander "verbandelt" sind) das Ja-Wort gaben.

Danach ging´s in der neun Meter langen Stretch-Limo – mit etlichen Freunden im Fahrzeug – zur Feier zum Alten Wirt nach Aiglsbach, wo die Beschlagnahme der Hochzeitslimousine natürlich für viel Gesprächsstoff sorgte. "Da hat man sich schon ziemlich gewundert, warum die Firma hier einen Mann einsetzt, der gar keinen ausreichenden Führerschein hat", berichtet Eva Bachmeier. Allerdings hätten einige Hochzeitsgäste auch den Kopf darüber geschüttelt, dass die Geisenfelder Beamten die "Just-Married"-Schilder nicht tolerieren wollten. "Aber es hat ja zum Glück doch noch alles geklappt", blickt die 27-Jährige mit einem Schmunzeln auf ihren großen Tag zurück.

Doch gibt es einen besonderen Grund dafür, dass die Beamten so dienstbeflissen waren? Muss in Geisenfeld bei Hochzeiten demnächst auch mit Anzeigen wegen unerlaubten Hupens gerechnet werden, wenn Hochzeitgäste damit ihrer Freude kundtun?

"Natürlich nicht", meint hierzu Dienststellenleiter Klaus Hofbeck. "Wir werden bei solchen Hochzeitsbräuchen auch weiterhin ein Auge zudrücken", verspricht er – "so lange alles im Rahmen bleibt". Der Kollege, der die Stretch-Limousine am Samstagvormittag kontrolliert hat, "wird sich aber sicherlich etwas dabei gedacht haben", und das Ergebnis der Kontrolle habe ihm ja auch Recht gegeben. Schließlich sei Fahren ohne Führerschein ja "keine Bagatelle, sondern eine Straftat".

Von Gerhard Kohlhuber